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| Willkommen beim Fonds der Chemischen Industrie | ||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Ausführungen von Herrn Dr. Gerd Romanowski, Leiter der Abteilung Wissenschaft, Technik und Umwelt im VCI, am 18. Dezember 2007 in Berlin
(Es gilt das gesprochene Wort) _____________________________________________________
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Sehr geehrte Damen und Herren, die Ergebnisse des vorliegenden Forschungsratings haben der Chemie ein gutes Zeugnis ausgestellt: Die Chemieforschung in Deutschland ist gut bis sehr gut, und sie kann sich auch im internationalen Vergleich sehen lassen. Dieses Ergebnis freut uns natürlich sehr, denn die Unternehmen unserer Branche arbeiten seit vielen, vielen Jahren intensiv mit den Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen zusammen. Wir haben uns aus guten Gründen für das Projekt stark gemacht und deshalb dem Wissenschaftsrat rund 135.000 Euro hierfür zur Verfügung gestellt: ·Die Chemie nimmt in der Wissenschaft und in der Industrie eine Schlüsselposi- tion ein. Deutschland ist international der wichtigste Forschungsstandort für unsere Mitgliedsunternehmen . Rund 15 Prozent der globalen Aufwendungen der chemischen Industrie für Forschung und Entwicklung (FuE) entfallen auf Deutschland. Damit sind wir einer der weltweit führenden Innovationsstandorte in der Chemie. Dies ist für uns jedoch nicht selbstverständlich, und wir können uns auf diesen Lorbeeren auch nicht ausruhen. Denn der internationale Wettbewerbsdruck auf den deutschen Chemie-Forschungsstandort nimmt dramatisch zu – für die Wissenschaft und die Industrie. So holen beispielsweise die Schwellenländer Asiens gerade in der Forschung auf. ·Mit Hilfe einer soliden, aussagekräftigen Analyse und Bewertung der Qualität der universitären und außeruniversitären Forschung können sinnvolle Maßnahmen angestoßen werden, um die Forschungsleistungen weiter zu verbessern. Wir sollten dazu die Stärken und Schwächen der deutschen Chemieforschung kennen. Nur dann können vernünftige Entscheidungen darüber getroffen werden, welche Ressourcen man wie einsetzt und welche Profile der einzelnen Standorte geschärft werden sollen. Mit dem jetzt vorliegenden Rating liegt aus unserer Sicht eine fundierte und differenzierte Bestandsaufnahme aller wichtigen Leistungsindikatoren der chemischen Grundlagenforschung vor.
Welche Schlussfolgerungen ziehen wir aus dem Pilotprojekt? Was erwarten wir von den Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen? 1.Die Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sollten sich nicht scheuen, die vorliegenden Detailergebnisse auf ihrer Homepage und der des Wissenschaftsrates zu veröffentlichen. Denn damit können sie ihre erfolgreiche Spitzenforschung auch international deutlich sichtbar machen. 2.Informationen zur Einschätzung der Forschungsqualität und des Forschungsprofils sind für potenzielle Kooperationspartner aus der Industrie nützlich. Auch Studenten und Doktoranden, und das sind ja unsere künftigen Mitarbeiter, können so besser entscheiden, wo sie studieren oder promovieren wollen. 3.Außerdem, davon bin ich überzeugt, könnten die für den deutschen Chemie-Forschungsstandort hervorragenden Ergebnisse des Ratings mit dazu beitragen, dass weitere Spitzenwissenschaftler und der wissenschaftliche Nachwuchs aus dem Ausland nach Deutschland kommen. 4.Die einzelnen Forschungseinrichtungen sollten konsequent weiter ihr Profil schärfen. Denn das ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für hohe Forschungsleistung, wie das Rating gezeigt hat. Dank dieser Bündelung können selbst kleinere Einrichtungen mit nur wenigen Gruppen sehr gute Forschungsleistungen erbringen. 5.Kleinere Chemie-Fachbereiche müssen auch die Lehre in ausreichender Breite abdecken. Sie sollten deshalb in der Forschung noch stärker auf die Zusammenarbeit mit außeruniversitären Einrichtungen setzen.
Sehr geehrte Damen und Herren, wie ein Motor bringen die vielfältigen Innovationsleistungen der chemischen Industrie praktisch alle anderen Branchen voran. Chemische Spitzenforschung sowie innovationsstarke Unternehmen haben dadurch eine große Bedeutung für die Zukunftssicherung unseres Landes. Unsere neuen Produkte und Verfahren tragen substanziell zur Wertschöpfung bei. Darüber hinaus helfen sie mit, Zukunftsprobleme wie den Klimawandel zu bewältigen. Unsere Branche ist auf eine enge Zusammenarbeit mit der Wissenschaft auf international höchstem Niveau angewiesen. Die Grundlagenforschung benötigt deshalb ausreichende Freiräume, zum Beispiel bei der Berufung von Spitzenwissenschaftlern, sowie eine international wettbewerbsfähige Finanzierung. Wir begrüßen deshalb die Exzellenzinitiative der Bundesregierung. Denn sie fördert die Bildung von Exzellenzclustern und stärkt das Profil in der Wissenschaft. Wir appellieren an die Politik, die Grundlagenforschung Chemie finanziell großzügig auszustatten. Und vor allem die Chemieforschung auf Gebieten wie Energieeffizienz, Biotechnologie, neue Werkstoffe, Nanomaterialien und die Nutzung nachwachsender Rohstoffe weiter zu stärken. Die Grundlagenforschung auf Spitzenniveau hat für unsere Branche strategische Bedeutung. Und Deutschland ist für die Chemieunternehmen der wichtigste Forschungsstandort weltweit. Deshalb sind Investitionen in die Wissenschaft ein Schlüsselfaktor für die Zukunftssicherung der Unternehmen und des Chemie-Standortes Deutschland.
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