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Jugend forscht: Von Molekülen, Vitaminen und Betonkrebs

PREISTRÄGER AUSGEZEICHNET -
Fonds der Chemischen Industrie stiftet sieben Preise

 

Wie wirken Katalysatoren? Warum reagieren Stoffe miteinander? Um darauf Antworten zu finden, simulieren Chemiker die Eigenschaften und das Verhalten von Molekülen. Peter Pinski (19) aus Rheinland-Pfalz gelang es durch eigene Berechnungen, herkömmliche Simulationsverfahren so zu verändern, dass sie Eigenschaften und Verhalten von Molekülen weitaus besser darstellen. Dafür erhielt er den 1. Preis im Fachgebiet Chemie des diesjährigen Bundeswettbewerbs „Jugend forscht“. „Die Jury beeindruckte das äußerst anspruchsvolle Niveau des theoretischen Ansatzes, die sorgfältigen Berechnungen und die letztlich schnell zu kalkulierenden realistischen Resultate des Verfahrens von Peter Pinski“, hieß es in der Laudatio.

 

Den 44. Bundeswettbewerb richtete die Stiftung Jugend forscht zusammen mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt aus. Der Fonds der Chemischen Industrie stiftete insgesamt sieben Preise, fünf im Arbeitsgebiet Chemie und je einen Sonderpreis für den Bereich Biotechnologie und einen für eine Arbeit mit großer Bedeutung für eine nachhaltige Entwicklung in der Chemie. Die Fonds-Preisgelder betrugen insgesamt 5.375 Euro.

 

Der zweite Preis Chemie ging an Stefan Mühlbauer (16) und Ben Heuer (15) aus Osnabrück. Ihre neu entwickelte Software liest gemäß den Nomenklaturregeln für organische Verbindungen der International Union for Pure and Applied Chemistry (IUPAC) aus dem Namen eines Stoffes alle Strukturinformationen aus. Die Daten werden dann in ein dreidimensionales, drehbares Modell des Moleküls mit energetisch günstiger Anordnung umgesetzt. Konzipiert ist das Programm für den Chemieunterricht.

 

Anna Victoria Behr (17) und Elisabeth Hahn (15) entwickelten eine schnelle und effiziente Methode zur Bestimmung des Vitamin-C-Gehalts in flüssigen und festen Nahrungsmitteln. Dafür gab es den dritten Preis.

 

Um bioaktive Peptide im Gouda ging es beim Biotechnologie-Preis des Fonds für Marie-Luise Kieseler, Caroline Hahn und Frederike Vom Baur. Und den Preis für eine nachhaltige Chemie erhielten Nico Seume (18), Julia Mrosk (18) und Philipp-Wittwer (18) über ihre Untersuchungen zum sogenannten Betonkrebs und wie man ihn vermeiden kann.

Fonds-Geschäftsführer Dr. Gerd Romanowski gratulierte den Gewinnern bei der feierlichen Preisverleihung herzlich. „Ich bin begeistert von der Kreativität und dem Engagement der Schülerinnen und Schüler.“

 

Bundessieger im Fach Chemie: Peter Pinski mit Dr. Gerd. Romanowski (Geschäftsführer Fonds der Chemischen Industrie)

 

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